Music for the lost

(2004)

cover_musicforthelostNachdem die Tracks „Melissa“ und „I am the dark“ seit Juni diesen Jahres die Tanzflächen zum beben und Fachpresse wie Publikum zum Rätseln um deren Macher brachten, kommt am 25. Oktober 2004 der Longplayer „Music for the lost“!

Und dabei ist gemeint, was der Titel verspricht: Dieses Album ist in jeder Beziehung unkonventionell und ungemütlich und nichts für eine breite Masse mit weichgespülten Hörgewohnheiten! Weder kann man diese Stimmung, diese musikalischen Wendungen und dieses Arrangement einem bekannten Genre zusprechen, noch war je zuvor eine derartige Produktion zu hören, die in dem mehrfach elektronisch und analog verfremdeten Gesang gipfelt. Und Letzterem kommt eine besondere Bedeutung zu, ist doch der Gesang, entgegen eingefahrener Hörgewohnheiten, bei welchen die Leadvocals eine narrative Rolle einnehmen, bei SNAKESKIN Teil des musikalischen Geflechts und als organisches und emotionsgeladenes Instrument zu verstehen, ähnlich jenen Gesängen, die ein drohendes, ein kämpfendes oder ein sterbendes Tier der Welt entgegen bringt.

artwork06Als Weiteres ist „Music for the lost“ ein anspruchsvolles Potential an kreativer Vielseitigkeit anzuhören. So reicht die musikalische Palette vom ultra harten „Symphony of pain“ über das groovige „Cinderella“, zu dem bedrohlichen „Furious stars“, wie dem schwermütigen „Come as you are“ und wird gekrönt von dem filmmusikreifen „Longgonelost“! Ein wahres Feuerwerk an tiefschürfenden Emotionen, ungehaltener Aggression und wilder Spielfreude wird auf „Music for the lost“ abgefeuert. Und das alles in einer handwerklich meisterlichen Produktion, deren Aufnahmen Anfang diesen Jahres in dem schweizerischen „Studio au Parc“ stattgefunden haben. Doch auch das Artwork im edlen Digipak weiss zu begeistern, wie es stilsicher die Liebe für jedes Detail unterstreicht und ausgefeilt die gesamte Stimmung visualisiert, die das Projekt SNAKESKIN umweht!

Ausgerüstet mit drei Bonustracks („Melissa“ im KiEw-Remix, „I am the dark“ im Combichrist-Remix und der bislang unveröffentlichte Clubmix von „Cinderella“), hebt sich „Music for the lost“ von vielen Veröffentlichung ab, die heute oftmals lieblos auf den Markt geworfen werden. So spürt, hört und sieht man diesem Album in allen Dingen eine ungemeine Sorgfalt an, und doch verbirgt sich darin eine derart ungewöhnlich dunkle und eigenwillig unpopuläre Musik, die treu jenem Sinnbild folgt, das erneut den Bogen zu diesem nahezu animalischen Gesang SNAKESKINs schlägt: Willst Du zur Quelle gelangen, musst Du gegen den Strom schwimmen!

Und diesem Motto folgend, hat bereits eine andere Band seit einigen Jahren viele Trends geprägt, die zwar musikalisch einen ganz anderen Weg beschreitet, die aber doch eines mit SNAKESKIN gemeinsam hat: ihren Komponisten, Arrangeur, Sänger und Produzenten Tilo Wolff!

Tracklist:

01 – I am the dark
02 – Fourious stars
03 – Melissa
04 – Waking a lie
05 – Longonelost
06 – Panicky joy
07 – Cinderella
08 – Symphony of pain
09 – Come as You are
10 – Recall

Bonus Tracks:

11 – Cinderella [ Club mix ] 12 – Melissa [ Remix by KIEW ] 13 – I am the dark [ Electronoir mix by COMBICHRIST ]